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Behandlung schwerer Formen der

Neurodermitis

Schwere Neurodermitis  – Depressionen – Ängste

Bonn, 15.10.18 Ständiger Juckreiz, schlechter Schlaf und das Gefühl, dass nichts richtig hilft – Patienten mit Neurodermitis sind nicht nur körperlich, sondern auch seelisch stark belastet. Studien zufolge sind psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen vor allem bei Patienten mit schwerer Neurodermitis überdurchschnittlich häufig. Innovative Therapieansätze, eine gute Schulung und Unterstützung aus dem Umfeld können helfen. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe informiert mit einer Broschüre speziell zur schweren Neurodermitis.

Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem bezeichnet, wird durch das Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren wie zum Beispiel extremen Temperaturen, Allergenen oder mechanischen Reizen verursacht. Auch seelischer Stress kann Ekzemschübe auslösen oder verstärken. Gleichzeitg belastet das atopische Ekzem die Betroffenen emotional in hohem Maße: Ständiger Juckreiz lässt die Patienten auch nachts nicht zur Ruhe kommen. Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsmangel sind häufige Folgen. Hinzu kommen Probleme durch das unschöne Hautbild und Kratzattacken, die im sozialen Umfeld nicht selten auf Ablehnung stoßen. Insbesondere Kinder und Jugendliche leiden unter Hänseleien und Mobbing. Doch auch Erwachsene haben mit Ausgrenzung oder beruflichen Nachteilen zu kämpfen. So ist es kein Wunder, dass viele Betroffene ein schlechtes Selbstwertgefühl haben, Angststörungen entwickeln oder depressive Phasen durchmachen. Um aus diesem Teufelskreis aus psychischer Belastung und Ekzemschüben zu entkommen, brauchen die betroffenen Patienten wirksame Medikamente, regelmäßige Schulungen zu Themen wie Hautpflege und Umgang mit dem Juckreiz sowie gegebenenfalls eine psychotherapeutische Unterstützung.

Neuer, vielversprechender Therapieansatz mit Biologika

Für die Behandlung der schweren Neurodermitis gibt es jetzt einen neuen Therapieansatz. Äußerliche Behandlungsmaßnahmen mit Cremes und Salben allein stoßen hier meist an ihre Grenzen. Stattdessen muss von innen heraus mit Medikamenten therapiert werden, die das Immunsystem beeinflussen und dadurch den Entzündungsprozess abschwächen. Dank neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse gibt es nun Wirkstoffe, die ganz gezielt in den Krankheitsprozess eingreifen. So lässt sich die Therapie besser kontrollieren und das Risiko von Nebenwirkungen senken. Die neuen Wirkstoffe gehören zur Klasse der Biologika. Ein solches Medikament ist bereits erhältlich, mehrere sind in der Entwicklung.

Die Broschüre „Behandlung schwerer Formen der Neurodermitis“, die mit finanzieller Unterstützung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH realisiert wurde, informiert ausführlich über die Besonderheiten der schweren Neurodermitis, bekannte und neue Wirkansätze sowie ergänzende Therapien. Der Ratgeber kann kostenfrei postalisch oder im Internet angefordert werden: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-schwere-neurodermitis.de.

Quellen:

  • Cheng, Chih-Ming et al., Risk of developing major depressive disorder and anxiety disorders among adolescents and adults with atopic dermatitis: A nationwide longitudinal study, Journal of Affective Disorders, Volume 178 , 60 – 65, DOI: 10.1016/j.jad.2015.02.025
  • Eric L. Simpson et al., Mental Health Comorbidity in Atopic Dermatitis, J Allergy Clin Immunol. 2013 Feb; 131(2): 428–433. https://doi.org/10.1016/j.jaci.2012.10.041
  • Marcia J. Slattery et al., Depression, Anxiety and Dermatologic Quality of Life in Adolescents with Atopic Dermatitis, J Allergy Clin Immunol. 2011 Sep; 128(3): 668–671.e3. doi: 10.1016/j.jaci.2011.05.003

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